Akte Fortuna Düsseldorf
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OMG — Oh My God!

Sprengung 2002, Shittus letztes Tor und zwei leere Europapokal-Finals

Sprengung im November 2002, Bierbaums Abschied mit Helm und zwei Europapokal-Finals als Vermächtnis.

Fortuna Düsseldorf und das Rheinstadion: Alles aus Liebe? Als die Bundesliga-Heimstatt der Düsseldorfer im November 2002 in zwei Wellen gesprengt wird, kommt im letzten Moment doch noch leise Wehmut auf. Der frühere Stadionsprecher Dieter Bierbaum († 2018) verfolgt mit einem Schutzhelm mit Fortuna-Logo aus sicherer Entfernung, wie die die WM-Arena von 1974 in Sekunden in Schutt und Asche gelegt wird. ,,Es ist ein wahnsinniges Gefühl, das zu sehen“, sagt Bierbaum damals mit zitternder Stimme, ,,dieses Stadion hat Sportgeschichte geschrieben, 22 Jahre Bundesliga mit Fortuna Düsseldorf, alles weg, mit einem Mal.“ Nur die Nordkurve, unter der Wasserleitungen verlaufen, die auch für die neue Düsseldorfer Arena unverzichtbar sind, bleibt vorerst noch stehen.

Letztmalig rollt der Ball im Rheinstadion am 3. März 2002. Beim 1:1 gegen den Erzrivalen Rot-Weiß Essen erzielt der Nigerianer Ganiyu Shittu von Fortuna Düsseldorf das letzte Tor in der Geschichte des Stadions. Bemerkenswert: Zwei Europapokal-Finals finden 1979 und 1981 im Düsseldorfer Rheinstadion statt. Borussia Mönchengladbach gewinnt hier den UEFA-Cup, Dynamo Tiflis gegen den FC Carl Zeiss Jena und Kult-Trainer Hans Meyer (,,Gehen Sie mal davon aus…“) 1981 den Pokalsieger-Wettbewerb.

4.750 Zuschauer in der riesigen Betonschüssel beim Jena-Spiel sind bis heute ein Negativrekord in einem europäischen Finale.

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