Dr. Michael Kölmel: Und sie zahlen immer noch… An der finanziellen Misere der 1990-er und frühen 2000-er Jahre leidet Fortuna Düsseldorf bis heute. Selbst nach dem Bundesliga-Aufstieg 2018 muss der Klub weiterhin einen satten Anteil der TV-Gelder an Michael Kölmel (,,Kinowelt“) bezahlen.
15 Prozent der im ,,Oberhaus“ erlösten TV-gelder müssen an Kölmel überwiesen werden. Der Ursprung dieser Vereinbarung geht auf das Jahr 1999 zurück. Fortuna spielt in der Regionalliga West-Südwest, mit ebenfalls gestrandeten Ex-Bundesligisten wie Rot-Weiß Essen, KFC Uerdingen oder Wattenscheid 09. Im ,,Sammelbecken für Bankrotteure“ (Pirmasenser Zeitung, 2. Dezember 1999) schließt man einen Vermarkter-Vertrag mit dem Inhaber der „Sportwelt“ ab.
Kein guter Deal. Der Klub erhält einen 7,4 Millionen Euro Sofort-Kredit, im Gegenzug bekommt der bereits 2002 wegen Insolvenzverschleppung verurteilte Kölmel seit 2008 diese Summe zurückgezahlt plus 15 Prozent aller Einnahmen aus Fernsehrechten. Die Fortuna versucht später, den Vertrag juristisch zu annullieren.
Einziger Erfolg: Im April 2013 können die Abgaben an ,,Mister 15 Prozent“ durch eine Sondertilgung um 50 Prozent reduziert werden. Bis 2023 – sollte es nicht wieder einen solchen Schnitt geben – erhält Kölmel nach Informationen von SPORT BILD weiterhin 15 Prozent aller TV-Gelder von Fortuna Düsseldorf. Allein 2018 kassiert der Geschäftsmann beim Aufstieg 3,7 Millionen Euro.